Der Unfall, der nicht hätte passieren müssen
Es ist ein Dienstagmorgen im März, kurz nach 7 Uhr. In der Lagerhalle von Metallbau Schmidt herrscht geschäftiges Treiben. Staplerfahrer Tom manövriert eine Palette Stahlträger durch die Halle, als plötzlich ein Kollege aus einem Seitengang tritt – direkt in die Fahrgasse. Tom bremst hart. Die Palette rutscht. Ein Träger fällt.
Zum Glück geht alles glimpflich aus. Der Kollege kann sich gerade noch wegducken. Doch die Diskussion, die folgt, offenbart ein grundlegendes Problem: "Ich dachte, das wäre ein normaler Gang", sagt der Kollege. "Ich hab nicht gesehen, dass das eine Staplerroute ist."
Das Problem: Die Gefahrenbereiche waren nicht markiert. Keine roten Linien auf dem Boden. Keine Warnschilder an den Pfosten. Keine reflektierenden Absperrungen. Thomas Schmidt, der Geschäftsführer, realisiert in diesem Moment: Er hatte Glück. Beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr.
Warum Rot-Weiß-Markierung keine Option ist – sondern Pflicht
Die Geschichte von Metallbau Schmidt ist kein Einzelfall. Jedes Jahr ereignen sich in deutschen Lagerhallen und Produktionsstätten Tausende Unfälle, die durch bessere Kennzeichnung vermeidbar gewesen wären.
Die Fakten:
- Fehlende oder unzureichende Markierungen sind bei 23% aller Lagerunfälle ein Mitfaktor
- Rot-weiße Warnmarkierungen reduzieren Unfälle in Gefahrenbereichen um bis zu 40%
- Bei schlechten Lichtverhältnissen ist retroreflektierende Markierung bis zu 5x besser sichtbar als normale Farbe
Rechtliche Anforderungen:
- ASR A1.3 (Technische Regeln für Arbeitsstätten) fordert Sicherheitskennzeichnung
- DGUV Vorschrift 1 verpflichtet Arbeitgeber zu ausreichender Gefahrenkennzeichnung
- BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) verlangt Verkehrswege-Markierung
- Bei Unfällen: Haftungsrisiko bei fehlender oder unzureichender Markierung
Wirtschaftliche Folgen unzureichender Markierung:
- Produktionsausfall bei Unfällen
- Schadensersatzansprüche und Bußgelder
- Höhere Versicherungsprämien
- Imageschaden und Rekrutierungsprobleme
Thomas Schmidt handelt schnell. Innerhalb einer Woche wird seine Halle komplett neu markiert. Mit der folgenden Checkliste.
Die vollständige Checkliste: Wo Rot-Weiß-Markierung eingesetzt werden muss
1. Verkehrswege und Gefahrenzonen
□ Fahrgassen für Stapler und Flurförderzeuge
- Seitliche Begrenzung mit rot-weißer Markierung
- Schraffur zeigt vom Gefahrenbereich weg (rechtsweisend)
- Breite: mindestens 50mm, bei stark frequentierten Bereichen 75-100mm
- An Kreuzungen: verstärkte Markierung oder doppelte Linien
□ Gefahrenbereiche an Maschinen
- Schwenkbereiche von Roboterarmen
- Bewegungszonen automatischer Anlagen
- Bereiche mit Quetschgefahr
- Fallzonen unter Krananlagen
□ Ladezonen und Rampen
- Abgrenzung der Rangierbereiche
- Markierung von Stolperkanten
- Absturzsicherungen an Laderampen
- Warnung vor Höhenunterschieden
□ Fußgänger-Sperrzonenenn- Bereiche, die für Fußgänger gesperrt sind
- Abkürzungen, die vermieden werden sollen
- Temporäre Gefahrenbereiche (z.B. bei Wartung)
2. Pfosten, Säulen und Hindernisse
□ Stützpfosten in Verkehrswegen
- Umlaufende Markierung auf Augenhöhe und in Bodennähe
- Besonders wichtig bei schlechter Beleuchtung
- Retroreflektierend für Staplerfahrer mit Scheinwerfern
□ Niedrige Hindernisse
- Betonfundamente
- Bodenmontierte Maschinensockel
- Fest installierte Transportbänder
- Stufen und Schwellen
□ Überhängende Gefahren
- Niedrige Träger und Deckenelemente
- Auskragende Regale
- Tiefhängende Leitungen oder Kabeltrassen
3. Absperrungen und Abgrenzungen
□ Temporäre Baustellen im Betrieb
- Mobile Absperrketten mit rot-weißer Markierung
- Warnbaken an Arbeitsbereichen
- Hinweis auf Wartungsarbeiten
□ Dauerhafte Sperrzonennn- Lagerung von Gefahrstoffen
- Hochspannungsbereiche
- Druckluft- und Gasanlagen
- Chemikalienlager
□ Abgrenzung zu Außenbereichen
- Tore und Durchfahrten
- Notausgänge (zusätzlich zu grünen Rettungszeichen)
- Übergänge zwischen beheizten und unbeheizten Bereichen
4. Fahrzeuge und mobile Equipment
□ Innerbetriebliche Transportfahrzeuge
- Heck- und Seitenmarkierung an Hubwagen
- Warnung vor Stapleranbaugeräten
- Kennzeichnung überstehender Ladung
□ Wartungsfahrzeuge
- Hubarbeitsbühnen
- Reinigungsmaschinen
- Mobile Kompressoren und Schweißgeräte
5. Material-spezifische Anwendungen
Wann eignet sich Markierungsband (vs. Bodenfarbe)?
□ Markierungsband ist ideal für:
- Glatte Oberflächen (Beton, Stahl, Aluminium)
- Temporäre oder saisonale Markierungen
- Schnelle Umsetzung ohne Produktionsstillstand
- Bereiche mit geringem Abrieb (keine Staplerüberfahrt)
- Vertikale Flächen (Pfosten, Wände, Geländer)
- Nachträgliche Ergänzung bestehender Markierungen
□ Bodenfarbe ist besser für:
- Stark befahrene Staplerrouten (hoher Abrieb)
- Raue oder poröse Oberflächen
- Dauerhafte Verkehrswege-Markierung
- Große Flächen (wirtschaftlicher)
Was Thomas Schmidt gelernt hat: Die Details zählen
Zurück zu Metallbau Schmidt. Thomas bestellt bei Reflexmarkierung.de hochwertiges Avery Dennison Markierungsband 50mm rot-weiß. Die Lieferung kommt schnell, die Qualität überzeugt. Doch beim Anbringen macht sein Team einen Fehler: Die Schraffur zeigt in die falsche Richtung – zum Gefahrenbereich hin statt davon weg.
"Ist doch egal, oder?", fragt ein Mitarbeiter. Thomas recherchiert und stellt fest: Nein, ist es nicht.
Die Bedeutung der Schraffurrichtung:
- Rechtsweisend bedeutet: Die Schraffur zeigt vom Gefahrenbereich weg, "hinaus" aus der Gefahrenzone
- Die Streifen bilden ein "Dach" oder "Pfeil", der von der Gefahr wegweist: / / /
- Falsch orientierte Schraffur kann im Notfall zu Verwirrung führen
- Die Richtung ist nach DIN 4844-2 und ASR A1.3 definiert
Thomas kontaktiert den Support von Reflexmarkierung.de, um sicherzugehen, dass er es beim zweiten Versuch richtig macht. Die Beratung hilft ihm, die korrekte Ausrichtung zu verstehen. Er lässt die falsch angebrachten Bänder entfernen und neu kleben – diesmal richtig. "Die 150 Euro zusätzlich waren es wert", sagt er heute. "Wenn ich schon markiere, dann richtig."
Material-Checkliste: Was Sie vor dem Kauf wissen müssen
□ Retroreflexion vorhanden?
- RA1/RA2 für Innenbereiche mit Kunstlicht
- RA3 für Bereiche mit Fahrzeugen (Scheinwerfer)
- Glasperlentechnologie für Basiseinsatz
- Mikroprismen für Premium-Anforderungen
□ Klebstoff geeignet?
- Permanenter Acrylkleber für Dauereinsatz
- Geeignet für Untergrund (Beton/Metall/Kunststoff)
- Temperaturbereich beachten (-23°C bis +65°C typisch)
- Kalte Umgebung? Spezialkleber erforderlich
□ Breite passend?
- 50mm: Standard für Pfosten, Geländer, kleine Bereiche
- 75mm: Bodenmarkierung in mittelgroßen Hallen
- 100mm: Stark frequentierte Verkehrswege
- Nach ASR A1.3: Mindestbreite abhängig von Gefahrenpotenzial
□ Länge wirtschaftlich?
- Einzelmeter: für kleine Reparaturen und Tests
- Rollen (22,5m / 50m): für Projekte und Erstausstattung
- Großrollen: bei flächendeckender Hallenneumarkierung
- Bei Reflexmarkierung.de finden Sie flexible Längenoptionen für jeden Bedarf
□ Haltbarkeit ausreichend?
- Inneneinsatz: 3-5 Jahre Standard
- Außeneinsatz: UV-beständige Variante wählen
- Befahrene Flächen: verstärkte Ausführung oder Bodenfarbe
- Wartungsintervalle einplanen
Eine zweite Geschichte: Wie Vorbereitung Frustration verhindert
Andrea Schulz leitet die Arbeitssicherheit bei einem Logistikzentrum. Als sie von Thomas' Erfahrungen hört, entscheidet sie sich für einen anderen Ansatz: Planung vor Aktion.
Sie erstellt zunächst einen Hallenplan mit Gefahrenanalyse:
- Alle Verkehrswege einzeichnen (Stapler, Fußgänger, Lieferverkehr)
- Gefahrenpunkte markieren (Kreuzungen, Engstellen, Maschinen)
- Prioritäten setzen (kritische Bereiche zuerst)
- Materialbedarf berechnen (Länge + 15% Reserve)
- Montageplan erstellen (Reihenfolge, Zeitfenster)
Das Ergebnis: Die Markierung wird in einer Wochenendschicht komplett umgesetzt. Keine Produktionsunterbrechung. Kein Nachbessern. Kein doppelter Materialverbrauch.
"Der Unterschied zwischen Thomas und mir", sagt Andrea, "war nur die Vorbereitung. Die Checkliste hätte ihm die gleiche Effizienz gebracht."
Montage-Checkliste: So vermeiden Sie Fehler
Vorbereitung
□ Untergrund prüfen:
- Sauber und trocken
- Frei von Staub, Öl, Fett
- Bei Bedarf: Reinigung mit Isopropanol
- Mindestens 2 Stunden Trocknungszeit
□ Temperatur beachten:
- Montagetemperatur mind. 18°C
- Material auf Raumtemperatur akklimatisieren (24h)
- Bei Kälte: Oberfläche vorwärmen (Heißluftföhn)
□ Werkzeug bereitstellen:
- Cuttermesser oder Schere
- Stahllineal oder Richtlatte
- Rakel oder Filzroller (Andrücken)
- Maßband, Kreide oder Markierstift
- Isopropanol und Tücher
Anbringen
□ Verlauf vorplanen:
- Mit Kreide oder Klebeband vorzeichnen
- Schraffurrichtung kontrollieren (rechtsweisend!)
- An Ecken: Überlappung oder sauberer Schnitt?
- Durchgängige Linien planen (möglichst wenig Stöße)
□ Folie korrekt anbringen:
- Trägerpapier nur Stück für Stück abziehen
- Folie beim Aufkleben straff halten (Falten vermeiden)
- Mit Rakel von innen nach außen andrücken (Luftblasen)
- Kanten besonders fest andrücken (Ablösgefahr)
□ Ecken und Rundungen:
- Bei 90°-Ecken: nicht um die Ecke ziehen (reißt!)
- Stattdessen: sauberer Schnitt und Stoß
- Rundungen: Folie leicht erwärmen (Heißluftföhn)
- Kleine Überlappungen sind besser als Lücken
□ Qualitätskontrolle:
- Alle Kanten fest?
- Luftblasen entfernt? (Notfalls anstechen und ausstreichen)
- Schraffur überall korrekt ausgerichtet?
- Reflexion testen (Taschenlampe/Scheinwerfer)
Nach der Montage
□ Aushärtezeit einhalten:
- Mindestens 24 Stunden nicht belasten
- 72 Stunden für volle Klebkraft
- Bei Bodenmarkierung: Bereich absperren
□ Dokumentieren:
- Fotos der fertigen Markierung
- Montagedatum notieren
- Materialdatenblatt archivieren
- Wartungsintervall im Kalender eintragen
Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden
Fehler 1: Falsche Schraffurrichtung
Wie bei Thomas Schmidt
- Problem: Band verkehrt herum aufgeklebt
- Folge: Verwirrende Kennzeichnung, muss neu gemacht werden
- Vermeidung: Vor dem Abziehen des Trägers nochmals prüfen
Fehler 2: Schmutziger Untergrund
- Problem: Staub oder Fettfilm auf der Oberfläche
- Folge: Band löst sich nach Tagen oder Wochen
- Vermeidung: Gründlich mit Isopropanol reinigen und trocknen lassen
Fehler 3: Zu kalte Montage
- Problem: Material bei unter 18°C verklebt
- Folge: Kleber haftet nicht richtig, Band fällt ab
- Vermeidung: Im Winter Oberfläche vorwärmen oder in beheizte Halle verlegen
Fehler 4: Luftblasen ignoriert
- Problem: Blasen beim Verkleben nicht ausgestrichen
- Folge: Einstiegspunkte für Feuchtigkeit, Band löst sich
- Vermeidung: Sorgfältig mit Rakel arbeiten, notfalls Blase anstechen
Fehler 5: Kanten nicht angedrückt
- Problem: Enden und Ecken nur leicht angedrückt
- Folge: Kanten rollen sich auf, Band reißt ab
- Vermeidung: Kanten mit Daumendruck oder Rakel extra fest andrücken
Wartung und Inspektion: Sicherheit ist kein Einmalprojekt
Bei Metallbau Schmidt hängt heute eine Wartungscheckliste am schwarzen Brett:
Wöchentliche Sichtkontrolle (durch Schichtleiter):
- Sind alle Markierungen noch vollständig?
- Gibt es Beschädigungen oder Ablösungen?
- Ist die Reflexion noch ausreichend? (Taschenlampentest)
Monatliche Inspektion (durch Sicherheitsbeauftragten):
- Systematischer Rundgang mit Checkliste
- Beschädigte Stellen dokumentieren
- Reparaturmaßnahmen planen
Jährliche Gesamtprüfung:
- Vollständige Überprüfung aller Markierungen
- Messung der Retroreflexion (falls Messgerät vorhanden)
- Aktualisierung des Markierungsplans
- Budgetplanung für Erneuerungen
Sofortmaßnahmen bei Beschädigung:
- Beschädigte Bereiche mit neuem Band überkleben
- Bei Ablösung: Untergrund neu vorbereiten
- Kritische Stellen (Fahrgassen) haben Priorität
- Ersatzmaterial immer vorrätig halten
Die Investition, die sich rechnet
Ein Jahr nach dem Beinahe-Unfall zieht Thomas Schmidt Bilanz:
"Seit wir die Halle komplett markiert haben, ist nicht ein einziger Zwischenfall mehr passiert. Keine Beinahe-Unfälle, keine Kollisionen, keine hektischen Bremsmanöver. Die Staplerfahrer sagen, sie fühlen sich sicherer. Die Fußgänger wissen, wo sie gehen dürfen und wo nicht."
Die Berufsgenossenschaft stuft den Betrieb bei der letzten Inspektion als vorbildlich ein. Die Versicherungsprämie sinkt. Neue Mitarbeiter können schneller eingearbeitet werden, weil die Gefahrenbereiche klar erkennbar sind.
"Hätte ich gewusst, wie viel Unterschied ein paar Meter Klebeband machen", sagt Thomas, "hätte ich das schon vor Jahren gemacht."
Ihre Checkliste für den Start
Sie wollen Ihre Halle jetzt sicher markieren? Thomas' Empfehlung:
□ Hallenplan erstellen und alle Gefahrenbereiche einzeichnen
□ Prioritäten setzen: Kritische Bereiche zuerst (Staplerrouten, Kreuzungen)
□ Material berechnen: Länge messen + 15% Reserve
□ Richtiges Produkt wählen: Reflektierend, richtige Breite, geeigneter Kleber
□ Material bestellen: Bei Reflexmarkierung.de erhalten Sie zertifizierte Avery Dennison Qualität mit schneller Lieferung
□ Montagetermin planen: Wochenende oder produktionsarme Zeit
□ Team schulen: Bedeutung der Markierungen erklären
□ Dokumentieren: Fotos, Datum, Wartungsplan
□ Regelmäßig prüfen: Sichtkontrollen und jährliche Inspektion
Fazit: Sicherheit beginnt mit Sichtbarkeit
Rot-weiße Warnmarkierung ist mehr als ein Streifen Klebeband. Sie ist die Grenze zwischen Sicherheit und Gefahr. Sie zeigt Ihren Mitarbeitern: Hier beginnt ein Bereich, in dem Vorsicht geboten ist.
Die Geschichte von Thomas Schmidt und Metallbau Schmidt zeigt: Es braucht manchmal einen Weckruf, um zu handeln. Aber es ist besser, aus den Erfahrungen anderer zu lernen als aus den eigenen Unfällen.
Reflexmarkierung.de unterstützt Sie bei der sicheren Kennzeichnung Ihrer Betriebsstätte mit hochwertigen Avery Dennison Produkten, fachkundiger Beratung und schnellem Versand. Das rot-weiße Markierungsband 50mm in rechtsweisender Ausführung ist bei Reflexmarkierung.de in verschiedenen Längen erhältlich – von Einzelmetern für Reparaturen bis zu Großrollen für komplette Hallenmarkierungen.
Mit dieser Checkliste haben Sie alles, was Sie brauchen, um Ihre Lagerhalle, Produktionsstätte oder Werkstatt sicher zu markieren. Professionell. Normgerecht. Und vor allem: rechtzeitig.





